Ankündigung von Vermessungs‑, Kartierungs‑ und Untersuchungsarbeiten in der Gemeinde Twistetal
Die Amprion GmbH informiert über anstehende Vermessungs‑, Kartierungs‑ und Untersuchungsarbeiten im Rahmen des Rhein‑Main‑Link‑Projekts im Bereich der Gemeinde Twistetal.
Der Rhein‑Main‑Link ist ein zentrales Netzausbauvorhaben zur Umsetzung der Energiewende. Er dient dem Transport von erneuerbar erzeugtem Strom von Niedersachsen nach Hessen und ist im Bundesbedarfsplangesetz gesetzlich als erforderlich und vordringlich festgestellt.
Hintergrund des Projekts
Aufgrund der räumlichen Nähe mehrerer Gleichstrom‑Erdkabelvorhaben plant Amprion die gebündelte Umsetzung dieser Vorhaben unter der Bezeichnung Rhein‑Main‑Link. Künftig sollen darüber bis zu acht Gigawatt regenerativ erzeugter Strom übertragen werden.
Für die Planung der Trasse sowie für die Vorbereitung des späteren Planfeststellungsverfahrens sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Diese Vorarbeiten dienen ausschließlich der Erhebung von Planungsgrundlagen und stellen keine Bauausführung dar.
Zeitraum der Arbeiten
Im Gemeindegebiet Twistetal finden Vorarbeiten in folgenden Zeiträumen statt:
Juni 2025 bis Juli 2026
(Vermessungs‑, Kartierungsarbeiten, Ortsbesichtigungen und Dokumentationen)
Februar 2026 bis Mai 2026
(Baugrund‑, Kampfmittel‑ und archäologische Voruntersuchungen)
Die Arbeiten erfolgen zeitlich begrenzt und nur punktuell auf einzelnen Flächen.
Art der angekündigten Vorarbeiten
1. Geotechnische Vorarbeiten
Zur Untersuchung der Boden‑ und Grundwasserverhältnisse führt Amprion unter anderem folgende Maßnahmen durch:
Auspflockung von Untersuchungspunkten
Kleinbohrungen und Kernbohrungen
Drucksondierungen (CPT)
Einrichtung von Grundwassermessstellen
Die jeweils betroffenen Flächen werden nach Abschluss der Arbeiten fachgerecht wiederhergestellt.
2. Kampfmittelsondierungen
Vor bodeneingreifenden Arbeiten werden die Flächen auf mögliche Kampfmittel untersucht. Dies erfolgt überwiegend oberflächennah und dient ausschließlich der Sicherheit aller Beteiligten.
3. Archäologische Voruntersuchungen
Zur frühzeitigen Berücksichtigung möglicher Bodendenkmäler werden archäologische Untersuchungen durchgeführt, darunter:
Feld‑ und Geländebegehungen
geophysikalische Messungen (z. B. Georadar, Magnetometrie)
in Einzelfällen Sondagen oder Suchschnitte
Rechtsgrundlage und Schutzmaßnahmen
Die Vorarbeiten erfolgen auf Grundlage des § 44 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Nutzungsberechtigte sind verpflichtet, diese Arbeiten zu dulden, da sie der Vorbereitung der Planung dienen und ordnungsgemäß bekannt gemacht werden.
Alle Maßnahmen werden:
unter Beachtung der geltenden Bodenschutz‑ und Umweltvorschriften,
mit bodenkundlicher Begleitung,
und unter möglichst geringer Inanspruchnahme der betroffenen Grundstücke
durchgeführt.
Sollte es trotz aller Vorsicht zu Flurschäden kommen, werden diese entsprechend den gesetzlichen Vorgaben entschädigt.
Betroffene Fluren
Von den Vorarbeiten betroffen sind Flurstücke in der Gemeinde Twistetal, unter anderem in der
Gemarkung Gembek (Flur 4 und Flur 5).
Es wird darauf hingewiesen, dass nicht alle genannten Flurstücke zwingend in Anspruch genommen werden. Der konkrete Bedarf ergibt sich im Rahmen der Arbeiten vor Ort.
Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Nutzungsberechtigte werden rechtzeitig und gesondert über die konkreten Termine informiert.
Kontakt
Für Rückfragen zur Bekanntmachung steht die Amprion GmbH zur Verfügung:
Telefonhotline:
☎ 06251 / 826 32 88
Montag bis Freitag: 9:00 – 18:00 Uhr
Weitere Informationen zum Projekt sind zudem auf der Website von Amprion abrufbar.
15. Mai 2025 von Sebastian Wurst